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Wie stellt sich das Hauptproblem bei Borderline-Partnern in einer Beziehung dar?

Dein Borderline-Partner hat vor allem Probleme, seine Gefühlswelt zu kontrollieren. Das emotionale Gleichgewicht gerät sehr schnell aus der Balance. Dein Partner kann sich häufig selbst nur schlecht spüren. Er merkt oft nicht, wenn er traurig oder ärgerlich ist. Die Folge ist, dass sich starke innere Spannungen aufbauen und sich bei kleinen Anlässen dann scheinbar urplötzlich entladen. Scheinbar von einem Augenblick auf den anderen spürt Dein  Borderline-Partner das Gefühl der totalen Verzweiflung, rasende Wut oder Angst bis hin zu Panik. Schon ein falsches Wort von Dir kann in solch einer Situation zu einem starken Gefühlsausbruch führen. Borderlinepartner gelten daher häufig als launisch und unberechenbar. Die Umwelt reagiert oft irritiert und befremdet auf das heftige Verhalten. 

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Das Entscheidende beim Borderlinesyndrom ist, dass Betroffene einen deutlichen Leidensdruck verspüren. Hier liegt der Unterschied zu einer aufbrausenden und exzentrischen Persönlichkeit. Exzentriker mit auffälligem Verhalten verspüren durch dieses häufig einen Lustgewinn. 

Betroffene dagegen können ihre inneren Spannungen dauerhaft nur schwer zu ertragen. Zum Abbau der Anspannung greift Dein Partner oft zu sehr drastischen Mitteln. Diese reichen vom Ritzen mit Rasierklingen oder spitzen Gegenständen über das Verbrennen mit Zigaretten bis hin zum selbst Schlagen. Durch die Selbstverletzung versucht der Körper, das Gefühlschaos unter Kontrolle zu bringen. Außerdem spürt sich Dein Borderlinepartner durch den auftretenden Schmerz. 

Selbstschädigendes Verhalten tritt bei Borderline-Betroffenen auch in anderen Varianten auf. Es kann übermäßiger Alkohol- und Drogenkonsum vorkommen. Auch das Ausüben gefährlicher Sportarten oder zu schnelles und riskantes Autofahren sind möglich. 

Sehr häufig tritt Borderline auch zusammen mit anderen psychischen Schwierigkeiten auf. Dabei kann es sich um Depressionen, Angststörungen, Essstörungen, Suchterkrankungen oder ADHS handeln. 

Menschen, die vom Borderlinesyndrom betroffen sind, verspüren im Umgang mit anderen Personen oft große Unsicherheit. Durch das emotionale Ungleichgewicht in ihrem Inneren ist ihr Selbstbild häufig brüchig und das Selbstwertgefühl gering. Sie können ihre Wirkung auf andere Menschen und deren Empfindungen nur schwer einschätzen. Generell wissen sie oft nicht, wer sie eigentlich sind, welche Werte sie vertreten und was sie in ihrem Leben für sich wollen. 

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Dein Borderline-Partner hat Verlusängste

Dein Borderline-Partner sucht oft intensive Nähe und außergewöhnlich engen Kontakt zu Dir. Er hat große Angst verlassen oder verraten zu werden. Es fällt ihm schwer, Vertrauen aufzubauen, und oft werden die Bezugspersonen (nicht nur Du sondern auch Dritte) stark idealisiert. Schon durch scheinbare Kleinigkeiten ist Dein Partner überdurchschnittlich gekränkt und tief verletzt. Starkes Misstrauen kann die Folge sein. Es kommt dann auch häufig zu einer intensiven Abwertung und Verachtung des kurz zuvor noch idealisierten Gegenübers. 

Die Reaktionen von Borderlinern auf bedrohlich erlebte Situationen sind häufig extrem, scheinbare Nebensächlichkeiten können sie völlig aus der Kontrolle bringen. Das brüchige und im Grunde tief verunsicherte, ängstliche Selbst des Borderliners gerät schnell aus dem Gleichgewicht. Vor allem wenn sie ihr Verhalten nicht reflektieren und die Schuld etwa bei ihrem Partner oder anderen Menschen suchen, ist der Umgang mit den überschießenden Reaktionen für Außenstehende eine große Herausforderung. 

Borderline-Betroffene neigen dazu, sehr schnell Partnerschaften einzugehen. Dies geschieht unter anderem aus Angst vor dem Alleinsein. Zeiten ohne Partner versuchen die Borderliner um jeden Preis zu vermeiden. 

Die Borderlinebeziehung wird sehr schnell sehr eng und emotional tief. Viele Borderliner neigen dazu, sehr früh sehr viel in die neue Beziehung zu investieren. Gleichzeitig reagieren sie sehr ablehnend und verletzend, wenn sie sich von ihrem Partner enttäuscht oder missverstanden fühlen. Dann können sie sehr fordernd sein und unangemessene Dinge von ihrem Partner verlangen. Oft versuchen sie auch, die Sozialkontakte ihres Partners zu beeinflussen, um diesen möglichst eng an sich zu binden. Viele Partner von Borderline-Patienten beschreiben die Intensität und Nähe Borderlinebeziehungen als etwas ganz Besonderes und als sehr intensiv. 

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Warum hat Dein Borderline-Partner diese Probleme?

Die Ursachen für die Entwicklung einer Borderlinestörung sind noch nicht vollkommen geklärt. Trotzdem ist etwa Spezialwissen für Dich als Partner oder Angehöriger sehr wichtig. Es kann helfen, das oft unberechenbare und rätselhaft erscheinende zwischenmenschliche Verhalten des Borderline-Partners mit seinem Krankheitsbild besser zu verstehen und einzuordnen. Auch ermöglicht dieses Spezialwissen die Entwicklung von Strategien für einen positiven Umgang mit deinem erkrankten Partner oder Angehörigen. Nur so ergibt sich letztendlich auch eine Chance für eine dauerhafte Beziehung mit einem Borderline-Betroffenen. 

Da es sich bei der Borderline-Erkrankung um eine Persönlichkeitsstörung handelt, ist die Persönlichkeit der Borderlinepatienten mit ihren verschiedenen Facetten gestört und weißt eine extreme Instabilität auf. 

Die Persönlichkeit eines Menschen entwickelt sich von Geburt an und wird von zahlreichen Faktoren bestimmt. Mittlerweile geht man davon aus, dass die Persönlichkeitsentwicklung bereits im Mutterleib beginnt. 

Die Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit ist zu einem gewissen Teil genetisch bedingt und hängt zudem von den gemachten Erfahrungen eines Menschen ab. Das Zusammenspiel dieser beiden Faktoren mit der Erfahrungsverarbeitung bedingt die Persönlichkeit. 

Wenn die Persönlichkeitsentwicklung schweren Störungen ausgesetzt ist, kann als Folge eine Persönlichkeitsstörung auftreten. 

Generell geht die Wissenschaft unter anderem davon aus, dass bei Borderline-Patienten die Mechanismen der emotionalen Kontrolle im Gehirn schwächer ausgeprägt sind als bei Gesunden. 

Häufig liegen schwere Traumata in der (auch frühen) Kindheit vor, die als wichtiger Auslöser für diese Persönlichkeitsstörung gelten. Misshandlungen oder Missbrauch, emotional kalte und ablehnende Bezugspersonen sowie Vernachlässigung sind typische frühkindliche Erlebnisse, die mit der Entwicklung einer Borderline-Störung zusammenhängen können.  

Auch genetische Faktoren, die das Temperament eines Menschen bedingen, gehören mit zu den Ursachen der Störung. Dies erklärt, dass die Störung auch bei Menschen mit einem normalen familiären Hintergrund vorkommen kann. 

Weiterhin wurde auch nachgewiesen, dass das Borderlinesyndrom familiär gehäuft auftreten und innerhalb der Familie weitergegeben werden kann. Auch treten in Familien von Borderline-Betroffenen andere psychische Erkrankungen wie etwa Depressionen häufiger auf. 

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Kann es eine glückliche Borderline-Partnerschaft geben?

Dir als Partner oder Angehöriger eines Borderline-Betroffenen muss klar sein, dass die Störung nicht plötzlich aufhört oder in völlig gesunde Phasen übergeht. Es handelt sich um einen dauerhaften Zustand, der Einfluss auf verschiedene Lebensbereiche von der Arbeit über das Familienleben bis hin zur Freizeit hat. Es treten immer wieder ähnliche Konflikte auf, und die Betroffenen haben oft einen großen Leidensdruck. 

Die gute Nachricht ist aber, dass es verschiedene therapeutische Möglichkeiten für diese Störung gibt, die oft gute Erfolge zeigen. Betroffene lernen in einer Therapie, ihre emotionalen Spannungen besser zu kontrollieren und somit Konflikte zu vermeiden. Auch gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Selbsthilfe für die Erkrankten und als Partner kannst Du ebenfalls bestimmte Hilfestellungen bieten. So ist es durchaus möglich, mit einem Borderlinepatienten eine gute und funktionierende Partnerschaft zu führen. 

Eine kanadische Studie hat den Stresslevel von Paaren untersucht, in denen einer der beiden Partner eine Borderline-Störung aufwies. Dabei stellte sich heraus, dass 49 Prozent der weiblichen und 40 Prozent der männlichen Partner ein klinisch relevantes Stresslevel zeigten. 

Als Gründe für den erhöhten Stress zeigten sich vor allem mangelnde Kommunikation und ein erhöhtes Level von Aggression und Gewalt. 

Generell ist es bei einer Beziehung zu einem Borderliner unerlässlich, dass Du Dich als Partner ausführlich mit der Erkrankung auseinander setzt. Gespräche mit Ärzten oder Therapeuten Deines Partners können dabei sehr hilfreich sein. Sie können dazu beitragen, die Störung besser zu verstehen und Strategien für einen konstruktiven Umgang zu entwickeln. 

Wichtig: Oftmals hilft es auch, sich selbst therapeutische Hilfe zu suchen, um die eigene Position und Rolle in der Borderlinebeziehung besser zu verstehen und auch die eigenen Interessen vertreten zu lernen. 

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Borderline-Partner haben in jeder Beziehung Angst vor dem Verlassen werden. Sie wollen ihrem Partner immer möglichst nahe sein. Dieser „Verschmelzungswunsch“ ist mit normalen Liebesgefühlen nicht zu vergleichen. Als Folge ist eine solche Borderlinebeziehung nicht immer leicht. 

Er legt verschiedene Verhaltensweisen an den Tag, um die Beziehung um jeden Preis aufrecht zu erhalten. Dies kann sich durch Macht und Kontrolle, Idealisierung und Abwertung, Manipulation und Lüge äußern. Für den Borderliner steht hinter dem Verhalten allein das Bestreben, die Beziehung nicht zu verlieren. 

Immer wieder treten Widersprüche im Verhalten von Borderline-Partnern auf. Manchmal nehmen sie selbst ihr Benehmen gar nicht als das wahr, was es wirklich ist. Häufig zeigt sich dies an immer wieder auftretenden Lügen. Für den Borderliner sieht die Wirklichkeit aber oft tatsächlich anders aus als für Menschen ohne diese Störung. In vielen Fällen ist so ein Verhalten dann keine Bösartigkeit, sondern eine Ausdrucksform der Persönlichkeitsstörung. Daran solltest Du immer denken, wenn es zu solchen Situationen und Verhaltensweisen kommt. 

Es gibt noch weitere Aspekte, die im Verlauf einer Borderlinebeziehung mit einem Betroffenen nach und nach deutlich werden. Hierzu gehört etwa häufig auftretende Eifersucht. Er will Dich als Partner möglichst nah an sich ketten und misstraut anderen Menschen. Er versucht auch in vielen Fällen, Deine sozialen Kontakte zu vermindern oder sie ganz zu unterbinden. Triebfeder ist hierbei jedoch nicht die Liebe, sondern Angst und ein mangelnder Selbstwert. 

Ein weiteres Merkmal typischen Borderlineverhaltens in einer Beziehung ist die ständige Suche nach Liebesbeweisen. 

Borderliner stellen auch häufig übertriebene und überzogene Forderungen an ihren Partner. Erfüllst du diese unmittelbaren Forderungen nicht sofort, reagiert er meist sehr emotional und verletzend. 

Auch manipulatives Verhalten wie Erpressen oder Drohen kann in diesem Zusammenhang auftreten. 

Dein Borderline-Partner will seine Wünsche und Bedürfnisse möglichst unmittelbar befriedigt haben. Die Reaktionen bei Ablehnung gleichen denen bei Nichterfüllung überzogener Forderungen: Aggression, Drohungen, Erpressungsversuche. 

Generell findet sich zwischenmenschlich viel Negatives zu Borderlinebeziehungen. Doch es kann auch anders sein, denn es gibt auch Partnerschaften, die dauerhaft funktionieren. 

Über einen Zeitraum von mehreren Jahren kommt meist Stabilität in die zwischenmenschlichen Beziehungen. Die Verhaltensweise werden Dir als Partner mit der Zeit vertraut. Gelassenheit und Vertrautheit treten an die Stelle von Aufregung und Angst, wenn es zu einer Borderlineattacke kommt. 

Im Laufe der Zeit wird Dir klar werden, dass Wutanfälle und verletzende Äußerungen nicht durch Beziehungsprobleme verursacht sind. Die Ursache ist die Krankheit Deines Partners. Wenn du diese Gewissheit verinnerlichen kannst, lassen sich viele Schwierigkeiten aus dem Weg räumen. 

Ganz wichtig ist es aber, dass du Deinem Partner von vorneherein ganz klare Grenzen setzt. Du darfst nicht alles mit dir geschehen lassen, und dass musst du auch in der Beziehung deutlich kommunizieren. Nur so kann Dein Partner Grenzen erkennen lernen und Du wirst in Deinen persönlichen Ansprüchen wahrgenommen. 

Eine Paartherapie hat mit einem Borderline-Partner meist wenig Sinn. Schließlich ist die Krankheit Borderline letztendlich für das gestörte Verhalten verantwortlich und nicht die Beziehung. 

Eine Therapie für Dich als Partner kann aber hilfreich sein, wenn der Druck in der Beziehung zu groß wird. 

Es gibt einige Tipps, die im Umgang mit einem Borderline-Partner in einer Beziehung helfen können:

1. Du solltest Deinem Partner klare Grenzen setzen und klare Strukturen vorleben. Wenn er machen kann, was er will, wird er dies sehr wahrscheinlich auch tun. 

2. Verfalle niemals in ähnliche Verhaltensweisen wie Dein Partner. 

3. Übe so wenig Kritik wie möglich an Deinem Partner. Kritik wird ihm als Liebesverlust gedeutet. 

4. Wenn Dein Partner ausrastet, versuche gelassen und ruhig zu bleiben. Gehe in einer solchen Situation möglichst wenig auf Deinen Partner ein oder schaffe eine räumliche Distanz. 

5. Laufe Deinem Partner nicht hinterher. Dies gibt ihm ein Machtgefühl und verleitet zu manipulativem Verhalten. 

6. Droht Dein Partner mit Suizid, verfalle nicht in Panik. Hier ist es wichtig, dass Du Dich nicht von ihm erpressen lässt. Bei einer Suizidankündigung solltest Du aber in jedem Fall konsequent handeln. Nähere Informationen findest du hier.

7. Ist Dein Partner beleidigt, solltest Du nicht darauf eingehen. Hierbei kann es auch helfen, wegzugehen. Dabei solltest Du klar machen, dass Du das gezeigte Verhalten nicht gut findest. Gleichzeitig solltest Du aber auch zeigen, dass Du aus Liebe zu ihm immer wieder zurückkommen wirst. 

8. Zeige Deinem Partner regelmäßig Deine Liebe. Allerdings nicht in Situationen, in denen er diese einfordert. Das würde sonst ein Machtgefühl erzeugen, welches Dein Partner zukünftig ausnutzen wird. 

9. Sei da, wenn Dein Partner Dich braucht. 

10. Lasse Dich nicht auf Diskussionen über vorhergehende Partner ein. 

11. Verurteile Deinen Partner nicht wegen seiner womöglich unsteten oder umtriebigen Vergangenheit. 

12. Rede mit Deinem Partner wie mit einem erwachsenen Menschen und nicht wie mit einem Kind. Vermeide auch die Lehrerrolle. 

13. Weise Deinen Partner nicht darauf hin, dass ein gezeigtes Verhalten typisch für einen Borderliner ist. Dies empfindet er zurecht als erniedrigend und verletzend.

Die Partnerschaft zu Borderlinern kann einen nicht betroffenen Menschen überfordern. Vor allem wenn es sich um eine schwere Ausprägung von Borderline handelt, kann dies sehr erschöpfend sein. Manchmal entwickeln die überforderten Partner auch selbst psychische Probleme. So kann es in bestimmten Fällen vorkommen, dass eine Trennung sinnvoll erscheint. Doch auch eine Trennung von einem Borderline-Patienten ist nicht einfach, wie die Beziehung selbst. Es gibt kein schwarz und weiß, auch wenn Dein Partner oftmals dieses Gefühl vermittelt.

Es sollte Dir klar sein, dass die Krankheit nicht weggehen wird, und dass es immer wieder instabile Phasen gibt. 

Wenn Dir das auf Dauer zu viel wird, brauchst Du Abstand, um Kraft zu sammeln. 

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Trennung von einem Borderline-Partner?

So kann auch eine Trennung auf Zeit eine sinnvolle Lösung sein. Doch auch eine Beziehungspause ist mit einem Borderline-Partner schwierig zu meistern, da er mit seiner größten Angst konfrontiert wird – dem Verlassen werden. 

Wenn Du generell das Gefühl hast, deinem Partner helfen zu müssen, ist dies keine tragfähige Grundlage für eine Beziehung. Hilfe leistet nur eine professionelle Therapie, und die muss Dein Partner selbst machen. 

Selbstverletzendes Verhalten ist typisch für das Borderline-Syndrom. Viele Betroffene nutzen dies auch als Druckmittel, um den Partner an einer Beendigung der Beziehung zu hindern. Doch Selbstverletzung ist nicht Deine Schuld oder die Schuld der Beziehung, sondern tritt als Symptom der Krankheit auf. Kommt es zu solch einem erpresserischen Verhalten, solltest Du Dich nicht darauf einlassen und dies auch klar kommunizieren. 

In der Partnerschaft mit einem Borderliner stellt sich vielen Menschen irgendwann die Frage der Trennung. Borderliner sind besondere Partner, mit denen sehr intensive und spezielle Momente möglich sind. Doch oft scheinen die Krisen und die persönlichen Verletzungen zu groß und ein Ende der Beziehung ist die einzige Lösung. Manchmal schaffen es die Partner auch nicht, einen gemeinsamen Weg des Umgangs mit der Erkrankung zu finden, der für beide tragfähig ist. 

Wenn Du als Partner eines Borderline-Betroffenen in der Beziehung einen hohen Leidensdruck verspürst, wenn Dein Partner eine Therapie verweigert, wenn Du womöglich selbst aufgrund der Beziehung psychische Probleme entwickelt hast, kann eine Trennung die richtige Entscheidung sein. 

In einem solchen Fall gilt es, sich im Vorfeld einige Dinge klarzumachen und zu beachten, denn Borderline-Patienten nehmen eine Trennung als absolut existenzbedrohend wahr. Ihre größte Angst des Verlassenwerdens wird durch die Trennung massiv getriggert. Dementsprechend können extreme Reaktionen die Folge sein. Besonders dramatisch kann dies bei ursprünglich auf Langfristigkeit ausgelegten Partnerschaften sein. 

Zunächst versuchen die Partner, mit allen Mitteln ein Scheitern der Beziehung zu verhindern. Dabei kann es zu Lügen, Manipulationen, Drohungen und Erpressung, Selbstaufgabe und manchmal auch zu Gewalt kommen. 

Besonders schwierig ist die Situation auch, wenn Kinder im Spiel sind. Hier ist professionelle Beratung und Unterstützung absolut wichtig, um auch die Kinder zu schützen. 

Es kommt auch in vielen Beziehungen mit einem Borderline-Partner zu wiederholten Trennungen und erneuten Fortführungsversuchen der Partnerschaft. Dies ist unter anderem dadurch bedingt, dass das Verlassen eines Borderliners schwierig ist. Borderline-Partner tun alles, um die Beziehung zu retten und nutzen noch vorhandene Gefühle aber auch vorhandene Schwächen zu ihren Gunsten aus. 

Hier solltest Du Dir sehr klar darüber sein, dass Du auf längere Sicht Deine Autonomie verlieren wirst, wenn Du Deinem Partner und seinem Wunsch nach einem erneuten Beziehungsversuch immer wieder nachgibst. 

Generell gilt, dass eine Trennung von einem Borderline-Patienten möglichst mit einer Kontaktvermeidung einhergehen sollte. Denn die Betroffenen werden zunächst immer wieder versuchen, den Partner für die Beziehung zurückzugewinnen.  

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Bist Du für eine Beziehung stark genug?

Borderliner haben oft Partner, die sensibel und beeinflussbar sind. Manche stecken auch selbst in einer Identitätskrise und tragen ungelöste Konflikte aus der Kindheit mit sich herum. Aspekte wie Verantwortungsgefühl und Schuldgefühle dem Betroffenen gegenüber spielen ebenfalls eine Rolle. 

Dementsprechend gelingt eine solche Beziehung in der Regel nur dann dauerhaft, wenn Du selbst emotional stabil bist und Dich von Deinem Partner gut abgrenzen kannst. Auch sind klare Regeln für die Beziehung absolut unerlässlich. Weiterhin solltest Du Dir selbst möglichst viel Wissen über die Erkrankung aneignen und eigene Handlungsstrategien für krisenhafte Momente entwickeln. Denn so intensiv und besonders die Beziehung zu einem Borderliner sein kann, soviel Arbeit und Kraft wird sie auch immer kosten. Hier musst Du für Dich sicher definieren, wo Grenzen liegen und was Du tragen kannst. 

Wenn du eine toxische Beziehung zu einem Borderliner geführt hast und nicht erneut in eine solche Partnerschaft geraten möchtest, solltest Du einige Dinge beachten. 

Natürlich erkennst Du einen Borderline-Betroffenen nicht sofort, doch einige Verhaltensaspekte lassen sich als typisch erkennen und sollten Dich aufhorchen lassen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Du jemand Neues kennenlernst und dieser sich direkt ungewöhnlich eng an Dich bindet, ununterbrochen den Kontakt sucht und Dich überschwänglich und emotional geradezu vergöttert. 

Auch plötzliche Stimmungsschwankungen sowie unverhältnismäßig emotionale oder aggressive Reaktionen können auf eine Borderline-Störung hinweisen. Hier solltest Du genau überlegen, ob Du Dich wirklich auf eine Beziehung einlassen möchtest. 

Die gute Nachricht ist, dass sich das Borderlinesyndrom durch eine Therapie in seinen Verhaltensauswirkungen behandeln lässt. Hier muss immer klar sein, dass die Probleme nicht von heute auf morgen verschwinden werden. Vielmehr ist es ein langer Weg zur Besserung, doch er lohnt sich. Und letztendlich ist eine Therapie der erste Schritt hin zu einer funktionierenden Beziehung. Wenn sich Dein betroffener Partner für eine Therapie entscheidet, solltest du ihn so gut wie möglich darin unterstützen. Denn therapeutische Hilfe ist der einzige Weg, mit dieser Störung umgehen zu lernen. 

Auch kann es im Rahmen einer therapeutischen Behandlung hilfreich sein, dass Du selbst einmal an den Sitzungen teilnimmst und Deine Perspektive mit in die Therapie einbringst. Letztendlich sollte immer klar sein, dass sich Dein Partner ja nichts sehnlicher wünschen, als eine funktionierende Beziehung. 

Der Psychiater oder der Psychologe wird nach einer genauen Untersuchung bestimmten, welche Therapiemethode erfolgversprechend ist. 

Jede Borderline-Störung ist in ihren Ursachen und Ausprägungen sehr individuell. Dementsprechend können bei unterschiedlichen Patienten auch verschiedene Therapiemethoden sinnvoll sein. In manchen Fällen kann auch ein stationärer Klinikaufenthalt zu einer Besserung der Symptome und einer Entlastung für dich als Partner führen. 

Wichtig ist bei jeder Art der Therapie immer, dass Dein Partner diese selbst möchte. Nur so kann es zu einer Auseinandersetzung mit der Erkrankung und letztendlich zu einer positiven Entwicklung kommen. 

Die gute Nachricht ist, dass sich die Erkrankung im dritten und vierten Lebensjahrzehnt häufig bessert. Dein Partner ist dann stabiler und zeigt oft nur noch eine abgeschwächte Symptomatik. 

Eine entsprechende Therapie kann auch dazu beitragen, dass die Störung nach außen hin oft kaum noch wahrgenommen wird. Das Familienleben und auch soziale Kontakte gestalten sich dann häufig sehr viel einfacher und konfliktärmer. 

Generell muss aber klar sein, dass die Erkrankung chronisch verläuft. Trotz scheinbarer Stabilität und Besserung der Symptomatik kann es immer wieder zu Phasen mit einem emotionalen Kontrollverlust kommen. Hier kommt es dann auf den Umgang mit diesen Rückfällen an. Ein möglichst konstruktiver Umgang mit Krisensituationen lässt sich erlernen, und es gibt zahlreiche unterstützende Möglichkeiten der Selbsthilfe. 

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Verfügt Dein Borderline-Partner bereits über Skills?

Skills bedeutet übersetzt „Fähigkeiten“ und beschreibt in der Therapie die Aneignung bestimmter Fähigkeiten, mit denen der Umgang mit Emotionen erleichtert wird. 

Zu den Fähigkeiten gehören körperbezogene Skills, sinnesbezogene und sensomotorische Skills, handlungs- und gedankenbezogene Skills sowie interaktionsbezogene Skills. 

Durch das Einüben der verschiedenen Skills Dein Partner lernen, sich konstruktiv andere Reaktionsmöglichkeiten zu erarbeiten als die der Erkrankung. 

Skills auf zwischenmenschlicher Ebene sind zum Beispiel die Fähigkeit, um etwas zu bitten, nicht zu bewerten, freundlich zu sein und zu bleiben, Drohungen zu unterlassen, eigene Werte zu entwickeln, Dinge mit Humor zu nehmen oder fair und aufrichtig zu sein. Aus diesen Fähigkeiten entwickelt Dein Partner dann verschiedene Handlungskompetenzen. Diese bestehen zum Beispiel darin, von sich selbst und seinen Gefühlen ohne Verallgemeinerung zu sprechen, sich seiner Rechte und der Rechte Anderer bewusst zu sein, sich störender Grundannahmen bewusst zu werden, den Partner auf der gleichen Ebene anzusprechen oder die Aussagen anderer zu wiederholen, um sich des richtigen Verständnisses zu vergewissern. 

Auf der Gefühlsebene bedeuten die Skills, dass Dein Partner seine Gefühle beschreiben und diese loslassen kann. Er erfährt, dass er seinen Emotionen nicht hilflos ausgeliefert ist. Eine Beeinflussung kann zum Beispiel erfolgen, indem er sich an angenehme Gefühle erinnert, in Tagebüchern nachliest oder alte Fotos aus guten Zeiten anschaut. 

Achtsamkeit mit sich selbst, Stressvermeidung, im Augenblick sein, sich bei anderen entschuldigen und Dinge wiedergutmachen, positive Erfahrungen schaffen und Situationen erhöhter Spannung aushalten sind Kompetenzen, die aus den Skills auf der Gefühlsebene resultieren können. 

Neben dem Erlernen von Skills kann Dein Partner auch zu Selbsthilfe greifen. Dabei kannst auch du helfen, indem du beim Auftreten erhöhter Spannungen bestimmte Aktivitäten mit gestaltest. Diese sollen dann dazu beitragen, dass das Spannungsniveau sinkt und Krisen so leichter gemeistert werden können. Je öfter dieses auch gemeinsam gelingt, desto positiver ist dies für die Beziehung und die Entwicklung der Symptomatik. 

Helfen können zum Beispiel ein Spaziergang oder ein Stadtbummel, ein lustiger Film oder ein Krimi, ein entspannendes Bad, Freunde treffen, Musik hören, sich massieren lassen, Mails oder Briefe schreiben, etwas kochen, Sport machen oder in die Sauna gehen. Hier kannst du auch gemeinsam mit deinem Partner herausfinden, was zur Ablenkung und Spannungsreduzierung hilfreich ist. 

Wenn die inneren Spannungen bereits so groß geworden sind, dass Dein Partner aus der Spirale quälender Gedanken nicht mehr herauskommt, können Gegenreize helfen. 

Hier gibt es verschiedene hilfreiche Dinge, vom Schnipsen eines Gummibandes ums Handgelenk über das Einreiben mit Pfefferminzöl bis hin zu heißen und kalten Wechselduschen. Auch laute Musik, Sport zum Auspowern oder auf eine Chilischote beißen sind geeignete Gegenreize. Ausprobieren was hilft, lautet hier die Devise. 

Ein Tagesplan mit fest eingeplanten Erholungspausen ist ebenfalls ein wirksames Instrument der Selbsthilfe. Kleine Pausen für die körperliche und seelische Erholung im Alltag sind sehr wichtig. So können Spannungen und Druckgefühle vermieden werden und dem Aufbau von Spannungszuständen und Krisen kann man schon im Vorfeld gegensteuern. 

Dein Partner sollte sich in kritischen Phasen auch immer wieder bewusst machen, dass jedes Spannungs- und Druckgefühl irgendwann ein Ende hat. 

Gelingt das Aushalten dieser Zustände im Laufe der Zeit besser und Spannungen bauen sich seltener auf, ist dies ein kleiner Sieg in der Auseinandersetzung mit der Erkrankung. 

 

Achtung, echte Borderline hassen lieben diese KRASSEN Tipps!

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